Oesterhelweg verkauft und repariert seit 50 Jahren an Berliner Straße

Autohaus feiert Jubiläum

Gütersloh (WB/Stephan Rechlin). In der Werkstatt an der Berliner Straße 247 brennt spät am Abend noch Licht – dann tüftelt Helmut Oesterwelweg bestimmt wieder an einem Wagen herum. Diese Vermutung wird nun schon seit 50 Jahren rund um das Autohaus geäußert.
Eigentlich wollte Helmut Oesterhelweg sein Autohaus erst im Februar/März 1968 gründen. Sein damaliger Steuerberateraber warnte vor der Mehrwertsteuererhöhung in jenem Jahr von vier auf zehn Prozent. Also wurde schnell noch 1967 zu vier Prozent eröffnet: »Wir sind mit der Haustür eingezogen«, sagt Helmut Oesterhelweg rückblickend. Von 1972 bis 1997 war Oesterhelweg das Volvo-Haus in Gütersloh. Dann folgten die Japaner: Zuerst Toyota, später Suzuki (2007), zuletzt Mitsubishi (2016). »Dabei bleibt es jetzt auch. Drei Marken unter einem Dach – das reicht«, sagt Oesterhelwegs Tochter Karin Wulf, die das Unternehmen seit 1991 gemeinsam mit ihrem Mann Ralf leitet.

Aufstieg der japanischen Marken

Die japanischen Automarken bildeten damals einen Nischenmarkt. Seit der Dieselaffäre aber klettert ihr Marktanteil: »Der für Hybridfahrzeuge um 60 Prozent«, sagt Oesterhelweg, der froh darüber ist, dass immer mehr Leute erkennen, wie gut die Autos aus Japan sind: »Leider auch sehr werkstattunfreundlich. Bis auf Verschleißreparaturen und hin und wieder eine Instandsetzung nach einem Unfall bereiten diese Autos keine Probleme.« Also falls nicht gerade falsch getankt wurde oder sich ein Pferd über das Autodach abgerollt hat. Und warum brannte dann in der Werkstatt solange das Licht? Oesterhelweg: »Zu Beginn mussten wir Lösungen für kriegsversehrte Fahrer finden. Die Karosserien mussten so angepasst werden, dass sie mit den Wagen klar kamen. Das erforderte Grips und handwerkliches Können und hat ungeheuer Spaß gemacht.«

Original Text aus Westfalen Blatt vom 19.12.2017.

 

Helmut Oesterhelweg mit Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet

Helmut Oesterhelweg aus Gütersloh gehörte 18 Jahre dem Vorstand der Kfz-Innung an, fungierte als Lehrlingswart wie auch als Meisterbeisitzer und trug im Gesellenprüfungsauschuss Verantwortung. Für verdiente 50 Jahre Handwerksmeister erhielt er von der Handwerkskammer den Goldenen Meisterbrief.

 

 

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